Tiere & Menschen

Die Menschen und ihre Aufgaben auf Hof Butenland

Hof Butenland ist ein Lebenshof für Tiere und kein konventionell geführter, auf Wirtschaftlichkeit, Produktivität und Gewinnmaximierung fokussierter Landwirtschaftsbetrieb, der durch den Verkauf von Tieren, oder deren Erzeugnisse Rendite erwirtschaftet.

Jan Gerdes: Landwirt und Gründer der Stiftung

Tierschutz Stiftung Jan mit Huhn
Landwirtschaftsmeister, Gründer der Tierschutz Stiftung Hof Butenland, Stiftungsvorstand auf Lebenszeit, Betriebsleiter und Front-Mann
Jan ist auf Hof Butenland groß geworden. 1978 brach er aus familiären Gründen sein Lehramtsstudium Biologie und Mathematik nach sechs Semestern ab, um auf dem elterlichen Hof eine landwirtschaftliche Lehre zu beginnen. Ab 1980 besuchte er die Fachschule für Landwirtschaft mit anschließendem Meisterkurs, wurde 1981 offiziell Betriebsleiter auf Hof Butenland und stellte den Betrieb schrittweise auf Biolandwirtschaft (Demeter) um. 1984 absolvierte er erfolgreich die Prüfung zum Landwirtschaftsmeister. Im Jahr 2001 beendete Jan die Nutzung von Tieren und deren Erzeugnissen und verbannte Fleisch und Wurst von seinem Speiseplan.

Seither ist er Front-Mann der Tierschutzstiftung Hof Butenland. Er erledigt sämtliche landwirtschaftlichen Arbeiten, betreut und pflegt die Großtiere und bewirtschaftet die Wiesen- und Weidenflächen. Außerdem rückt er mit der Heckenschere aus, um die Gartenanlagen hinter dem Wohnhaus zu pflegen, denn sonst würden sich die Feriengäste irgendwann wie Dornröschen in ihrem Schloss fühlen.

 

Karin Mück: Stiftungsgründerin

Karin und Fiete
Krankenschwester (Psychiatrie), diplomierte Tierpsychologin, Tierrechtlerin, Stiftungsvorstand auf Lebenszeit
Karin ist eine extrem praxiserprobte Tierrechtlerin - oder besser: Tierkämpferin. Schon während Karin sich als Krankenschwester über 20 Jahre lang um psychisch kranke Patienten kümmerte, galt ihr privates Engagement den Tieren. Es begann bereits in ihrer frühen Jugend. Fleisch oder Wurst kamen ihr nicht auf den Teller und Tierversuche waren ihr ein Gräuel. Von jeher machte sie keinen Unterschied zwischen Hund & Katze und sogenanntem Nutztier. Ob kuscheliges Schmusekätzchen oder borstiges, hauerbewehrtes Hausschwein - für Karin sind alle Tiere gleich. Karin ist passionierte Tierrechtlerin, rüttelte mit waghalsigen Aktionen schon in den 80er Jahren die Medien und Menschen auf, und musste hierfür auch einige Zeit in Haft.

Sie ist vor allem dann tätig, wenn es gilt physische und psychische Wehwehchen zu versorgen. Sie ist die Schnittstelle zu unserem Tierarzt, kümmert sich um erkrankte Tiere, und hat immer einen hilfreichen Tipp auf Lager, wenn es um die Pflege der Tiere geht. Karin ist der Stiftungs-Coach. Sie kümmert sich um das Outfit des Hofes, putzt und schaufelt nicht nur die Katzenklos, sondern auch den Kuh- und Pferdemist. Und mit ihrer Kamera dokumentiert sie in Bild und Ton den bunten Butenland-Alltag.

Außerdem ist Karin die unangefochtene Chefköchin von Hof Butenland - ihre Gerichte sind gesund, lecker und ideenreich - und selbstverständlich kocht und mixt sie ohne Tierprodukte.

 

 

Mira Landwehr: Unsere Externe für die gute KommuHnikation

Tierschutz Stiftung Mira
Historikerin, Tierrechtlerin, Schweinchenliebhaberin
Im Juli 2012 hat Mira uns zum ersten Mal besucht - und sich sofort in die Butenland-Tiere, die Atmosphäre und vor allem in das damals noch sehr kleine, sehr süße Rosa-Mariechen verliebt.

Wie es so manchmal geht, kam danach eins zum andern und aus der Urlauberin wurde unsere kuhle und verlässliche Hilfe für KommuHnikation, die uns bei Infoständen und bei der Beantwortung der Flut von E-Mails und Anfragen unterstützt.

Das Schreiben und Organisieren, das liegt ihr. Ob es um den Jahresrückblick für unsere Patinnen und Paten, eine treffende Posterzeile mit Tierrechtsmotto oder die Planung und Organisation unseres ersten Hof-Butenland-(Koch)buchs geht - sie bearbeitet die Tastatur, wenn wir rufen.

Seit 2013 kümmert sich Mira auch um die Aktualisierung unserer Homepage und des Hof-Butenland-Tagebuchs. Das könnten wir selbst auch gar nicht besser erledigen und sind froh, die gewonnene Zeit den Tieren schenken zu können.

 Rolf Urbich: Der Arzt, dem nicht nur die Tiere vertrauen

Tierschutz Stiftung Doc Urbich
Dr. med. vet., rund-um-die-Uhr Betreuung der Butenland Tiere, der engagierteste Tiermediziner den wir kennen, der Beruf ist bei ihm Berufung
Seit vielen, vielen Jahren gehört Herr Dr. Urbich zum harten Kern der Butenländer. Egal ob in seiner Praxis in Nordenham oder direkt auf Hof Butenland - er ist zur Stelle, wann immer ein Tier medizinische Hilfe benötigt. Rund um die Uhr, an sieben Tagen pro Woche. Doch er kommt nicht nur, um ein Tier zu versorgen, sondern auch, um uns zu beraten, aufzuklären, zu informieren und an seinen praktischen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Ohne seine Hilfe wären wir aufgeschmissen.

Er hilft auch dann, wenn jeder andere Tierarzt sagen würde: "Ist nicht üblich", "Kenne ich nicht", "Mache ich nicht" - beispielsweise bei der Kastration von Kühen, oder Hähnen. Herr Dr. Urbich ist immer wieder bereit neue Wege zu gehen, sich schlau zu machen und uns tatkräftig zu unterstützen. Bei ihm ist sein Beruf tatsächlich eine Berufung. Wo findet man das denn noch? 

Landwirtschaft

Heuernte Die Tiere auf Hof Butenland müssen keinen Nutzen mehr erfüllen, dennoch fallen hier die gleichen landwirtschaftlichen Arbeiten an, wie in jedem anderen Agrarbetrieb auch: Stets saubere, trockene und warme Ställe, Füttern, Beobachten und Kontrollieren eventueller Verhaltensänderungen, Konsultieren des Tierarztes, Heuernte, Instandhaltung und Reparaturen der Gebäude, Einrichtungen, landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte wie Trecker, Mähmaschine, oder Kuhputzmaschine und vieles mehr.

Zu den klassischen landwirtschaftlichen Aufgaben zählt auch die Bewirtschaftung der 40 Hektar Grünland. Diese Weiden- und Wiesenflächen müssen regelmäßig versorgt und gepflegt werden, damit den Rindern und Pferden Frischgras und Heu in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung stehen. Das bedeutet: Disteln mähen, regelmäßiges Düngen, Zäune und Tore instandhalten, Gräben reinigen, damit das Wasser abfließen kann und so weiter und so fort...

Tierschutz

Stina Tierärztin Darüber hinaus gilt es aber auch spezielle Aufgaben rund um die Rettung und Pflege von Tieren zu erfüllen. Denn unsere besondere Sorge gilt den Ungewollten, Benachteiligten, Verletzten und Gequälten, den Notfellen eben. Sie benötigen neben einer umfassenden medizinischen Behandlung auch aufmerksame Betreuung und intensive Pflege, um sowohl physisch als auch psychisch gesund zu werden. Einige unserer Altersheimbewohner*innen leiden an chronischen Krankheiten wie z.B. Klauenfehlstellungen bei einigen Rindern, einer Erkrankung der Wirbelsäule bei Schweinedame Rosa-Mariechen oder fortgeschrittene Arthrose bei Hündin Kylie, die wir regelmäßig behandeln müssen. Sehr viele dieser Krankheiten sind zuchtbedingt und bereits genetisch programmiert. Wir können in manchen Fällen nur wenig mehr als Schmerzbehandlung leisten, da es für Nutztiere häufig keine erprobten Therapien gibt, denn Töten ist für die nach rein wirtschaftlichen Aspekten arbeitende Tierproduktionsindustrie billiger als Heilen.

Rund um die Stiftung

infostand Neben der Tierpflege und der täglich auf dem Hof anfallenden (Körper-) Arbeit fallen viele weitere Aufgaben an, die auf den ersten Blick nichts mit der Rettung von Tieren zu tun haben. Oder verbinden Sie Begriffe wie Vorstandssitzung, Buchführung, Kontaktpflege, Homepagegestaltung, und Informationsbroschüre sofort mit Tierschutz?

Es gehören eine Menge Formalien, Richtlinien und Vorschriften dazu, die es zu erfüllen, zu beachten und einzuhalten gilt und das erfordert einen gewissen administrativen Aufwand.

Das alles bedeutet viel Zeit, viel Engagement, viele Telefonate, viele E-Mails, viele Briefe, viele Termine. Wie gut, dass es Menschen gibt, die uns bei dieser Art von Aufgaben unterstützen, weil sie Profis auf ihren Gebieten sind. Wer besondere Kenntnisse und Fähigkeiten hat, die in den oben genannten Bereichen zum Tragen kommen, und Lust und Zeit hat, uns hierbei zu helfen, kann gern Kontakt zu uns aufnehmen. Wir freuen uns über jede ernstgemeinte Unterstützung!

 

Sicherung des Lebensunterhaltes von Mensch und Tier

Caramello-Ninchen Möhrenteiler Die Menschen, die für die Tierschutzstiftung Hof Butenland arbeiten, sind Idealisten, die zugunsten der Tiere auf vieles verzichten. Allein für die Versorgung und Pflege der über 100 auf Hof Butenland lebenden Tiere benötigen wir im Monat durchschnittlich 3.000,- Euro, die aus der eigenen Tasche, mithilfe von Erspartem, eines hofeigenen Windrads und vor allem durch Patenschaften, anderweitige Spenden und die Vermietung zweier Ferienwohnungen aufgebracht werden.

Wenn Sie uns mit einer Patenschaft unterstützen möchten, klicken Sie bitte hier. Einmalige Spenden sind über dasselbe Formular ebenfalls möglich: Dafür müssen Sie nur die roten Felder ausfüllen, die weiß unterlegten optionalen Felder lassen Sie einfach frei.

Wollen Sie einmal Urlaub im Kuhaltersheim machen? Weiterführende Informationen haben wir hier zusammengestellt: Ferien auf Hof Butenland.

Um einen Eindruck zu bekommen, welche Kosten monatlich bzw. jährlich anfallen, haben wir unten exemplarisch einige Ausgaben zusammengestellt. Hinzu kommen Tierarztkosten im akuten Krankheitsfall, Kosten für die Instandhaltung der Arbeitsgeräte und Gebäude, Anwaltskosten (aktuell geht es z.B. um unsere Klage auf Ohrmarkenbefreiung für die Butenland-Rinder) und vieles mehr.

Wir möchten uns an dieser Stelle sehr herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die uns mit Zeit, Geld und kreativen Ideen helfen, die vielfältige Stiftungsarbeit zu bewältigen und den Bestand der Stiftung zu gewährleisten. Vielen Dank im Namen der Tiere!

5,- €

kostet das Obst, Gemüse und Getreide, das die Schweine pro Tag verputzen

10,- €

decken einen Tag lang die Futterkosten der Katzen und Hunde

25,- €

Darauf beläuft sich die einmal pro Jahr fällige Klauenpflege für ein Rind

50,- €

zahlen wir halbjährlich dem Hufschmied für die Fußpflege eines Pferdes

100,- €

versorgen Hühner und Enten einen Monat lang mit Futter, denn so viel kosten 250 kg Weizen

250,- €

So viel kostet eine Wurmkur für alle Kühe, die zweimal im Jahr durchgeführt werden muss; Dieselkosten, die vierteljährlich für den Trecker anfallen oder für ein neues Weidezaunstromgerät